Out of Home auf 6-Prozent-Kurs

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Aussenwerbung überzeugt im intermedialen Wettbewerb: dynamisches Wachstum, hohe absolute Zugewinne, steigender Marktanteil

Früher als je zuvor hat Out of Home im laufenden Jahr die Milliarden-Umsatzhürde genommen: Bereits im September erreichten die von Nielsen dokumentierten Bruttowerbeaufwendungen für die Aussenwerbung eine Höhe von 1,05 Milliarden Euro, nach einem erneut erfolgreichen Monat mit deutlich über dem Gesamtmarkt liegender Zuwachsrate. Am Ende des dritten Quartals 2013 bilanziert Out of Home ein Wachstum von durchschnittlich 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und ist damit neben Kino der klare Gewinner unter den klassischen Medien.
Dies zeigt sich auch deutlich in der Entwicklung des Marktanteils. Er ist in den vergangenen neun Monaten von 4,9 auf 5,7 Prozent gestiegen. Die 6-Prozent-Marke rückt damit in greifbare Nähe und bringt die Aussenwerbung in Deutschland nicht nur gleichauf mit Radiowerbung, sondern auch dicht an das Niveau der internationalen Out of Home-Klasse.
„Unser Medium hat heute eine Größenordnung erreicht, die für den gesamten Markt der klassischen Medien Relevanz hat. Der aktuelle Zuwachs von 10 Prozent zeigt uns, mit welcher Dynamik sich die Aussenwerbung entwickelt. Dazu lohnt sich aber auch ein Blick auf die absoluten Zahlen. Denn auch hier hat Out of Home in diesem Jahr fast alle anderen und zum Teil weit größere Medien klar überholt“, sagt Jochen C. Gutzeit, Geschäftsführer des Fachverbands Aussenwerbung e.V. (FAW).
Von Januar bis September 2013 sind fast 96 Millionen Euro Bruttowerbespendings mehr in die Aussenwerbung geflossen als im Vergleichszeitraum 2012. Das entsprechende Plus fällt bei Radio (knapp 51 Millionen) und Internet (rund 45 Millionen) erheblich geringer aus, während das Fernsehen gut 360 zusätzliche Millionen einfährt. Der weitaus größte Teil der genannten Zuwächse erfolgt aus Verschiebungen von Print, dem fast 420 Millionen Euro zugunsten der anderen Medien entzogen wurden. Das „echte“ Wachstum des Gesamtmarktes fällt demgegenüber gering aus: Um gerade mal knapp 140 Millionen Euro und damit schwache 0,8 Prozent haben die Werbekunden ihre Budgets für die klassische Werbung in den ersten drei Quartalen 2013 aufgestockt. Die Bruttowerbeaufwendungen in den klassischen Medien erreichen so per 30. September die Höhe von 18,4 Milliarden Euro.
„Der bisherige Verlauf des Jahres 2013 ist ein deutlicher Beleg für den immer härter werdenden intermedialen Wettbewerb. Die Kunden wählen ihre Kommunikationskanäle mit großem Bedacht“, so Gutzeit. „Umso mehr überzeugt die Performance von Out of Home – vor allem dort, wo über die Verteilung der Werbegelder entschieden wird.“