Produktion

Eine positive Anmutung ist das A und O erfolgreicher Werbung. Dazu gehört neben einer gelungenen Kreation auch ein attraktives Erscheinungsbild der Werbeträger.

Die Werbung im öffentlichen Raum bietet hier eine Fülle von Möglichkeiten, stellt aber auch besondere Ansprüche an Kreation und Produktion: Ihr Inhalt muss schnell erfassbar, Ihr Auftritt auf alle Licht- und Witterungsverhältnisse eingestellt sein. 

Wir informieren Sie über die wichtigsten Regeln für die Plakatgestaltung, stellen die wichtigsten Plakatformate mit ihren Abmessungen und Besonderheiten vor und geben Orientierungshilfe, was bei der Produktion von Plakaten und Folien zu beachten ist.  

Weitere ausführliche Informationen bietet unsere Broschüre „Plakate drucken und liefern“

Broschüre: Plakate drucken und liefern

Produktion von Plakaten und Folien

Großflächen & 36/1-Flächen

Großflächen sind Plakate im 18/1-Bogenformat (252 x 356 cm). Sie sind 18 mal so groß wie das Format DIN A1 (59 x 84 cm), der 1/1-Bogen. Dank der modernen Drucktechnik werden die Plakate heute in 4,6,8 oder 9 Teilen produziert. Die einzelnen Plakatabschnitte werden in nassem Zustand am Werbeträger zusammengesetzt und verklebt.

Bei der Motivgestaltung sollte darauf geachtet werden, dass wichtige Bildelemente wie Augenpartien oder Schriften nicht durch Teilungsschnitte getrennt werden. Da Plakate mehrere Tage oder Wochen, Wind und Wetter ausgesetzt sind, müssen geeignete Papiersorten und Farben verwendet werden, um eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten.

Für Druck und Aushang von 36/1-Flächen gelten im Prinzip die gleichen Grundsätze wie für Großflächen.

City-Light-Boards/Mega-Lights

Auch der Druck von City-Light-Boards/Mega-Lights, einem weiteren 18/1-Format, erfolgt in mehreren Teilen; dabei müssen alle Bogenteile eine einheitliche Laufrichtung haben. Die einzelnen Plakatteile werden zusammengesetzt und in trockenem Zustand in den Rahmen eingehängt. Diese Plakate dürfen für den Transport auf keinen Fall gefalzt und gemappt werden.

Um eine optimale Farbbrillanz bei Beleuchtung zu erzielen, sollte die Rückseite des Plakats ebenfalls bedruckt sein („Konterdruck“). Bei der Motivgestaltung muss der Grafiker berücksichtigen, dass der Rand des Plakats durch den Vitrinenrahmen verdeckt bleibt. Wichtige Elemente wie Text oder Firmenlogos sollten daher genügend Abstand zum Plakatrand haben. Informieren Sie sich bitte direkt beim Anbieter über die genauen Sichtformate.

City-Light-Poster

Mit den Maßen von 119 x 175 cm unterscheidet sich das City-Light-Poster leicht vom klassischen Maß des 4/1-Bogens (119 x 168 cm). Doch dieser kleine Unterschied spielt in der Produktion eine große Rolle: Da die Plakate nicht nass verklebt, sondern trocken in einer Klemmschiene befestigt werden, dürfen sie das festgesetzte Maß nicht über- oder unterschreiten. Anderenfalls würde das Plakat wellig erscheinen oder nicht in die Klemmschiene passen.

City-Light-Poster werden in einem Bogen gedruckt. Wir empfehlen die Verwendung einer Papiersorte mit einem Flächengewicht von mindestens 135 g/m². Damit das Motiv bei der nächtlichen Hinterleuchtung nicht blass erscheint, ist ein Rückseitendruck („Konterdruck“) ratsam. Um einen Dia-ähnlichen Effekt zu erzielen, wird die Rückseite des Plakates 3-farbig bedruckt.

Bei der Gestaltung des Motivs ist besonders darauf zu achten, dass wichtige Bildelemente wie Schriften oder Firmenlogos einen gewissen Abstand zum Rand des Plakats haben. Dieser Rand ist durch den Vitrinenrahmen verdeckt. Die so genannten sichtbaren Flächen sind – abhängig vom jeweiligen Anbieter – verschieden groß. Über die genauen Maße sollte man sich deshalb vor dem Druck direkt beim Anbieter informieren.

Ganzsäulen

Für den Einsatz an Ganzsäulen eignen sich Plakate mit einem Format von bis zu 8/1-Bogen. Der Druck erfolgt in mehreren Teilen, die im Nassklebeverfahren am Werbeträger zusammengesetzt werden. Damit die Qualität während der gesamten Buchungsdauer nicht leidet, ist die Verwendung von speziellen Papiersorten und Farben ratsam.

Allgemeinstellen

An Allgemeinstellen werden Formate von 1/1-Bogen bis maximal 8/1-Bogen plakatiert. Größere Plakate, z.B. 2/1-Bogen und größer, erzielen eine höhere Aufmerksamkeit und verstärken die Werbewirkung.

Ab einem Format von 2/1-Bogen erfolgt der Druck der Plakate in mehreren Teilen. Die Plakate werden im nassen Zustand an der Säule verklebt. Damit die Plakate einwandfrei verarbeitet werden können und auch bei längerem Aushang nicht an Qualität verlieren, erfordert dieses Verfahren eine bestimmte Papier- und Farbqualität.

Superposter

Superposter werden im Siebdruck- oder Offsetdruckverfahren hergestellt, bei kleineren Auflagen (bis 10 Plakate) im Digitaldruck. Zur Verwendung kommt hochnassreißfestes Spezialpapier für Affichen mit einem Papiergewicht von 120 g/qm. Gedruckt werden die Plakate in 8er-Teilung, wobei die Sichtfläche eines Teils im Trockenzustand 185 cm x 130,5 cm betragen soll. Neben dem 40/1-Format kann auch ein 18/1 mit farbigem oder weißem Passepartout geklebt werden.

Riesenposter

Riesenposter werden im Digitaldruck auf einem licht- und luftdurchlässigen Vinylgitter gedruckt, unter Berücksichtigung aller sicherheitstechnischen Anforderungen. Beschaffenheit und Verarbeitung des wind- und wetterfesten Materials ermöglichen lange Nutzungsmöglichkeiten.

Die Montage der Riesenposter in einem Drahtseilrahmen hat sich über lange Jahre bewährt. Bei der Anbringung sind nur geringe Eingriffe in die Fassade erforderlich. Nach Ende der Nutzung wird der Drahtseilrahmen wieder entfernt und die Fassade erscheint in ihrem ursprünglichen Zustand. Bohrlöcher werden bei der Demontage fachmännisch versiegelt. Die sichere Anbringung von Riesenpostern an Gerüsten ermöglicht zudem die Nutzung von immer wieder neuen Standorten. Ein patentiertes Saugnapf-System erlaubt darüber hinaus auch die Anbringung der Riesenposter an Glasfassaden.

Riesenposter werden von hochspezialisierten, professionellen Plakatdruckereien hergestellt, die die hochwertige Verarbeitung und höchste Beständigkeit des Riesen-Plakats gewähren.

Werbetürme

Werbetürme bestehen aus einem Stahlgerüst, auf das die Werbeflächen in 35 bis 60 Metern Höhe in einem speziellen Blickwinkel installiert werden (Forced Exposure). Die Motive werden an allen Seiten des Turms durch 200-Lux-Strahler ausgeleuchtet. Um Wind und Wetter zu trotzen, wird für auf hochwertigem Vinyl gedruckt, das reißfest konfektioniert und an den Rändern mit verstärkten Verschweißungen versehen ist. Ein extra entwickeltes integriertes Aufzugs- und Spannsystem sorgt für schnellen und problemlosen Austausch der Motive, die produzierten Planen können an anderen Standorten problemlos wieder verwendet werden. Ab Lieferung der Druckdaten ist die Produktion und Montage innerhalb von 10 Werktagen gewährleistet. Wenn Sie an dieser Werbeform interessiert sind, empfehlen wir die direkte Zusammenarbeit mit dem Anbieter und einer auf diese Werbeform spezialisierten Plakatdruckerei.

Werbung auf Transportmedien

Technische Entwicklungen im Bereich der Folien haben die Werbung auf Transportmedien preiswerter, schneller und flexibler gemacht. Selbst Ganzgestaltungen werden heute nicht mehr umständlich lackiert, sondern fast nur noch geklebt und nach Ablauf der Kampagne rückstandsfrei wieder abgelöst. Je nach Einsatzart und -dauer stehen verschiedene Folien zur Auswahl; sie werden im Digital- oder Siebdruckverfahren bedruckt und von den Verkehrsbetrieben vor Ort fachgerecht verklebt.
Damit sind den Kombination von verschiedenen gestalterischen Elementen keine Grenzen mehr gesetzt – Imagewerbung in Form einer längerfristigen Ganzgestaltung erhält zum Beispiel durch zusätzlichen Einsatz von rasch wechselbaren, kleineren Aktionsformaten immer wieder neue, aktuelle Bezüge. Damit die Gestaltung voll und ganz Ihren Wünschen entspricht, sollten Sie Druckerei und Anbieter frühzeitig in die Planung einbeziehen. So können Besonderheiten an Fahrzeugen schon im Entwurf berücksichtigt werden.