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Starke Motive, intelligente Mediennutzung

„Ein guter Jahrgang“: Der Fachverband Aussenwerbung
prämiert die Gewinner von PlakaDiva 2009



PlakaDiva 2009 ist die Kür der großen Marken: Die Galerie der diesjährigen Preisträger beim Plakat & Media Grand Prix des Fachverbandes Aussenwerbung e.V. (FAW) zeigt einmal mehr, wie kreativ renommierte Brands über Out-of-Home-Medien in Szene gesetzt werden – und welche Vielfalt an Möglichkeiten dafür zur Verfügung stehen. Davon konnten sich die mehr als 600 Gäste überzeugen, die heute abend zur Preisverleihung im Düsseldorfer Capitol Theater zusammengekommen waren.

Mit innovativen Ansätzen für Gestaltung und Strategie haben national aufgestellte Werbungtreibende wie Stabilo, McDonald’s, Fiat, Bionade, adidas und Nike, RTL II und ZDF die Fachjury des 16. Wettbewerbs ebenso überzeugt wie die eher regional orientierten Unternehmen Früh (Kölsch) und Inlingua. Eine handbemalte Straßenbahn und eine unkonventionelle Aktion gegen die Todesstrafe komplettieren das facettenreiche Spektrum der Motive und Kampagnen, die nun mit einer PlakaDiva ausgezeichnet wurden. Insgesamt 14 Mal überreichten Ute Poprawe, Jury-Mitglied und Laudatorin des Abends, und FAW-Präsident Thomas Ruhfus die Statue in Gold, Silber oder Bronze an die Gewinner in den fünf ausgeschriebenen Wettbewerbskategorien.


Bus, Bahn, Taxi: „Beste Verkehrsmittelwerbung“
„Ich habe mich vor allem darüber gefreut, dass wir in diesem Jahr – anders als 2008 – wieder Gewinner in der Kategorie ,Beste Verkehrsmittelwerbung’ auszeichnen können“, so Ruhfus. Für die Rückkehr der Disziplin in den Wettbewerb sorgten starke Ideen wie die Miramar Straßenbahn. Farbenfroh und handbemalt stellt sie auf ihren Fahrten durch Heidelberg den direkten Bezug zum ebenso gestalteten Umfeld des Miramar-Freizeitbades in der Nähe her.

Für diese besondere Form einer „Corporate Identity“ nahm der freischaffende Künstler Carsten Kruse die PlakaDiva in Silber mit nach Hause. Bronze gab es für die „Alkoholfrei“-Werbung von Cölner Hofbräu P. Josef Früh auf Bussen (Agentur: Counterpart Group) wie auch für Kopfstützenwerbung im Fledermaus-Look, eine Gemeinschaftsarbeit der Agenturen Kolle Rebbe, Mediaplus und planus media. „Batman fährt mit“ lautete das Motto, mit dem Ende 2008 auf diese Weise in Taxen auf ein Programmhighlight des ZDF hingewiesen wurde.


Großfläche, CLP, Infoscreen: „Bestes Plakat“
Ute Poprawe, COO von Publicis Frankfurt, hebt den bei PlakaDiva 2009 spürbaren Einfluss der jungen Generation hervor, „außerhalb traditioneller Werbeklischées zu denken und zu entwickeln“. Ohne dabei die typischen „Tugenden“ erfolgreicher Außenwerbung zu vernachlässigen, wie die prämierten Kampagnen beweisen: Stabilo zum Beispiel, „Gold“-Gewinner in der Kategorie „Bestes Plakat“, konzentriert sich auf seine wesentliche Produkteigenschaft und hebt sie mit intensiver Farbgebung und einprägsamen Motiven auch bildlich hervor. Dieser Beitrag von Serviceplan, Hamburg, war auf Infoscreens zu sehen.

Ebenso clever ließ die zweitplatzierte Agentur Heye die verglasten Werbeflächen von City-Light-Postern für die Marke McDonald’s „arbeiten“: Ein einfaches Plakat im Vierfarbdruck genügte, um durch den Werbeträger den Eindruck perlender Wassertropfen zu erwecken und so die Frische des Salats aus dem Fast-Food-Restaurant zu verdeutlichen. Bronze holten die Kollegen von Kolle Rebbe mit ihrem Plakat, das in Hamburg für den Sprachkurs „Business English“ bei Inlingua Sprachschulen warb.

Beim Sonderpreis „Beste Kreativ-Idee“ fiel die Entscheidung für das ZDF mit einem auf drei Großflächen aufgeteilten Motiv einer leicht bekleideten Schönheit (Agentur: Kolle Rebbe). Die Werbung für erotische Filme ohne Unterbrechungen ist absoluter Favorit von FAW-Präsident Ruhfus: „Das ZDF-Plakat ‚Interruptus’ hat alles, was eine intelligente Mediennutzung ausmacht – ein aufmerksamkeitsstarkes, sympathisches Motiv und die unmittelbare Umsetzung der Werbebotschaft in die Präsenz des Mediums. Besser kann man es nicht machen.“

Nutzung von Out-of-Home-Werbung auf höchstem Niveau bestätigte auch die Jury Media für die von ihr geprüften Wettbewerbsbeiträge. Zum Beispiel bei der „Botschaften“-Kampagne von Bionade, entwickelt von der Agentur pilot media. Über Mikromarketing und ergänzende Recherchen entstand eine zielgruppenspezifische, stadtindividuelle Out-of-Home-Kampagne mit einer Fülle einzelner, auf den jeweiligen Standort und sein Umfeld abgestimmten Motiven (Kreativagentur: Kolle Rebbe). Perfekte Aussteuerung und optimale Nutzung des Mediums waren der Jury Gold wert: In der Kategorie „Beste Mediastrategie“ belegt Bionade damit Platz 1 vor Nike’s „Human Race“ (Silber) und den „Everyday Masterpieces“ von Fiat (Bronze).

Generell beobachtet Martin Sir (GM Europe), Mitglied der Jury Media, „im Vergleich zu den Vorjahren einen zunehmenden Integrationsgrad der Out-of-Home-Kampagnen. Dies ist ein klares Indiz, dass OOH nicht mehr als Ergänzungsmedium on top gesehen wird, sondern als feste Säule mit einem eigenen Wirkungsbeitrag in die Entwicklung von Kreativkonzepten und Mediastrategien eingebaut wird.“

Schwebende Riesenpuppen und ein überdimensionaler Torwart mit wirbelnden Armen am Riesenrad waren die Highlights der „adidas EURO 2008 Spectaculars“, mit denen die Mediaagentur Carat Hamburg zur Fußball-Europameisterschaft das Versprechen der Marke („Impossible is nothing“) einlöste und dem Hauptsponsor des Events eine dominierende Präsenz verschaffte. Bei PlakaDiva wurde der sportliche Einsatz mit Bronze in der Kategorie „Beste Ambient Media“ belohnt. Silber ging an Mediaplus, München, und ihre Kampagne für die Versicherungskammer Bayern. Die Jury fand besonders beeindruckend, wie die Agentur das eher trockene Thema Kfz-Versicherung mit sicherem Gespür für Location und Zielgruppe aufbereitet hatte. Die PlakaDiva in Gold holte sich Mediacom, München, mit ihrer Kampagne zum „Serientäter am Montag“ bei RTL II. Trotz kontroverser Diskussion über Ethik und Effizienz punktete die sogenannte ,Dexter-Kampagne’ wegen ihres Ideenreichtums und innovativer Umsetzungen bei der Jury am höchsten.

Mit einem Sonderpreis für die beste Social-Kampagne unter den für Ambient Media eingereichten Beiträgen würdigte die Jury Media darüber hinaus das Engagement der Agentur Leo Burnett und ihres Kunden Amnesty International. Trotz eines minimalen Budgets ist es ihnen mit der Installation „Gallows“ gelungen, maximale Aufmerksamkeit für die Amnesty-Initiative gegen die Todesstrafe zu erlangen.

Fazit von Jury-Mitglied Andreas Nassauer (Deutsche Telekom AG) zu PlakaDiva 2009: „Die Ergebnisse zeigen, dass „Impact-starke Kommunikation und außergewöhnliche Inszenierungen geeignet sind, den Touchpoint ‚mobiler Mensch’ hervorragend zu bedienen.“

Alle Siegerkampagnen sind ab sofort unter www.plakadiva.com abgebildet.


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