Eine Banane für Ernst Litfaß
Zum 150. Geburtstag der Litfaßsäule gibt es eine Banane: Sie ziert das Siegerplakat des bundesweiten Wettbewerbs für eine Imagekampagne, den der Fachverband Aussenwerbung e.V. (FAW), Frankfurt, anlässlich des Litfaß-Jubiläums unter Studenten ausgeschrieben hatte. In einem Festakt im Berliner Konzerthaus kürte der FAW am 31. Juli die Gewinner und erinnerte gemeinsam mit dem regionalen Marktführer VVR-Berek an die Verdienste von Ernst Litfaß. Als Erfinder der Litfaßsäule legte der Berliner Druckereibesitzer 1855 den Grundstein für die heutige Außenwerbung. Die Veranstaltung schlug dabei den Bogen von der Vergangenheit zur Zukunft der Branche. Mit dem Plakatwettbewerb will der FAW den Nachwuchs unter den Kommunikationsfachleuten fördern und zur Beschäftigung mit der Außenwerbung animieren.
Unter dem Beifall von mehreren hundert geladenen Gästen und Berliner Bürgern zeichnete FAW-Präsident Thomas Ruhfus die drei besten Arbeiten des Plakatwettbewerbs „150 Jahre Litfaßsäule“ aus und freute sich über die große Resonanz des Themas unter den Studenten. 230 Entwürfe lagen der Fachjury zur Beurteilung vor. „Die lebhafte Teilnahme am Wettbewerb und die gelungenen Umsetzungen zeigen uns, dass die Idee von Ernst Litfaß heute so aktuell ist wie vor 150 Jahren“, so Ruhfus. „Gute Plakate machen neugierig. Sie fesseln Blicke, sie erregen Aufmerksamkeit und führen damit zwangsläufig zur Beschäftigung mit ihrer Botschaft“. Die Jubiläumsmotive seien hier im wahrsten Sinne des Wortes ein perfekt geeignetes „Anschauungsmaterial“, betonte der FAW-Präsident.
Insbesondere das Siegerplakat „Kiwi“ macht die Kunst erfolgreicher Gestaltung deutlich. Auf blauem Grund sieht man den schwarzen Schriftzug „Kiwi“ und gleich daneben das Bild einer Banane. Der Widerspruch weckt Neugier, kräftige Farben sorgen für Aufmerksamkeit, der Text ist sparsam, das Key-Visual Banane schnell erfassbar. Fast einstimmig wählte die Jury diesen Entwurf von Floriane Mathea, Wiesbaden, auf Platz 1 des Wettbewerbs. Ähnlich plakativ, dazu mit direktem Bezug auf den Anlass ist die zweitplatzierte Arbeit. „War das nicht Ernst?“ fragt Studentin Manja Schiefer, Aachen, und liefert dann die Auflösung durch
den Hinweis auf Ernst Litfaß. Platz 3 belegt Susanna Schreibauer, München, mit ihrem Vorschlag. Das Bild einer Erdnuss wirkt formatfüllend als Key-Visual, der Text „Das müssen Sie nicht wissen“ lenkt den Blick des Betrachters zum Kleingedruckten mit Informationen zur Erdnuss. Dieser Effekt führt den Litfaß-Gedanken in der Praxis vor, Motto: Beim Blick auf die Litfaßsäule lernt der Betrachter immer etwas dazu.
Die drei Gewinner erhielten Geldpreise in Höhe von 1500, 1000 und 500 Euro. Darüber hinaus wird das Siegermotiv „Kiwi“ seit 1. Juli bundesweit auf 60 000 Allgemeinstellen plakatiert. Mit dieser Imagekampagne startet der FAW zugleich ein Projekt zur Ermittlung der Medialeistung von Lifaßsäulen. Die Ergebnisse sollen bereits im Herbst vorliegen.
Für die Berliner Bürger, die FAW und VVR-Berek zur Veranstaltung eingeladen hatten, gab es dann noch zwei besondere Geburtstagsüberraschungen zum Litfaß-Jubiläum. Andreas Orth, Geschäftsführer der VVR-Berek, übergab Preise für drei besondere Berliner Jugendprojekte aus den Bereichen Musik & Theater. Ausgezeichnet wurden die Kinderoper „Cendrillon“, das Projekt „Märchen & Musik“ sowie das Puppentheater „Schaubude Berlin“. Als Geschenk der Außenwerber an die Berliner überreichte der FAW einen Spendenscheck in Höhe von 10 000 Euro an das Konzerthaus, um den Eintritt von Kindern zum Juniorprogramm zu fördern.
Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Litfaß-Jubiläum erteilt der
Fachverband Aussenwerbung e.V., Frankfurt.
Ansprechpartner:
Lydia Böttcher, Geschäftsführerin
Tel 069 / 7191 67 40
Fax 069/ 7191 67 60
Email: boettcher@faw-ev.de
Karin Winter, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel 069 / 7191 67 30
Fax 069 / 719167 60
Email: ka3ma@t-online.de
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