Plakatbranche schließt 2005 mit einem dicken Plus - die Bruttowerbeaufwendungen wachsen um fast 9 Prozent
Die aktuelle Werbestatistik von Nielsen Media Research, Hamburg, für das Jahr 2005 bestätigt den positiven Trend, der sich seit dem Frühjahr für das Medium Plakat abzeichnet. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Bruttoinvestitionen in die Werbung auf Großflächen, Mega-Lights, Citylight-Postern und Ganzsäulen um 49,2 Millionen Euro auf insgesamt 611, 83 Millionen Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 8,8 Prozent.
Damit belegt das Medium Plakat in punkto Wachstum den dritten Platz hinter Radio und Zeitungen. Zugleich liegt die Gattung deutlich über der allgemeinen Entwicklung der klassischen Medien, die insgesamt auf einen Zuwachs von 5,3 Prozent kommt.
„Wir sehen in der aktuellen Entwicklung ein deutliches Bekenntnis der Kunden zum Plakat“, sagt Lydia Böttcher, Geschäftsführerin des Fachverbandes Aussenwerbung e.V. (FAW), Frankfurt. „Es ist sicher kein Zufall, dass in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ausgerechnet die so genannten Ergänzungsmedien Plakat und Radio besonders gut abschneiden. Das Plakat überzeugt durch ein hervorragendes Preis- / Leistungsverhältnis, es genießt große Sympathien in der Öffentlichkeit und hat in den vergangenen Jahren erheblich an Attraktivität und Dynamik gewonnen. Dazu präsentiert es sich heute dank zahlreicher Maßnahmen der Anbieter als ein Medium, das Transparenz und Planungssicherheit auf allen Ebenen gewährleistet. All dies zahlt sich nun aus“.
Der FAW geht davon aus, dass sich die positive Entwicklung des Mediums in diesem Jahr fortsetzen wird. Die Effekte verschiedener Initiativen, darunter die Qualitätsoffensive wie auch die Flexibilisierung der Buchungsmodalitäten, beginnen offensichtlich im Markt zu greifen und werden aus Sicht der Plakatanbieter zu einer weiteren Belebung der Nachfrage führen.
Zu den großen Gewinnern unter den Plakatwerbeträgern gehört die Ganzsäule, deren Umsatz im vergangenen Jahr um 19,2 Prozent stieg. Ein Effekt, der sicherlich auch auf die große Aufmerksamkeit zurückzuführen ist, die das Jubiläum „150 Jahre Litfaßsäule“ im Juli hervorgerufen hat. Das Mega-Light unterstreicht mit einem Plus von 17 Prozent einmal mehr seine anhaltende Beliebtheit bei den Werbekunden, die Großfläche kann mit einem Umsatzzuwachs von 11,2 Prozent ebenfalls auf eine sehr positive Entwicklung verweisen.
Die Mitgliedsunternehmen des FAW bestätigen den positiven Umsatztrend. So ist zu erwarten, dass die im Juni veröffentlichten Zahlen des ZAW zu den Nettowerbeeinnahmen der Anbieter ebenfalls ein deutliches Plus zeigen werden. Hier fließen – im Gegensatz zu den Nielsen-Zahlen – die Umsätze der Zigarettenindustrie ebenso in die Erhebung ein wie weitere Werbeträger (Allgemeinstellen, Transportmedien, Riesenposter, elektronische Außenwerbung, Dauerwerbung, Spezialstellen). Im Jahr 2004 betrug der Nettoumsatz in der Außenwerbung rund 720 Millionen Euro.
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