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stationäre Medien

1994 wurden digital bespielte Großbildflächen in einer Münchener U-Bahnstation erstmals eingesetzt; inzwischen sind diese Screens bundesweit an mehr als 220 Standorten vertreten – in U- und S-Bahnstationen ebenso wie an den Gleisen von Fernbahnhöfen. Die Anlagen arbeiten mit Hochleistungsprojektoren, die von einem Rechner angesteuert werden und Standbilder, Animationen oder Videosequenzen auf die Bildschirme bringen.

Charakteristisch für diese stationären elektronischen Medien ist die Wartesituation der Betrachter, die damit für die auf den Screens präsentierten Inhalte besonders aufgeschlossen und empfänglich sind. In der Länge auf die durchschnittliche Wartezeit der Fahrgäste abgestimmt, zeigt eine Sendeschleife einen Mix aus Fahrgastinformationen, Veranstaltungshinweisen, tagesaktuellen Nachrichten, Unterhaltungselementen und Werbung.

Einer Studie aus dem Jahr 2007 zufolge erreicht die Werbung auf den elektronischen Großbildflächen mehr als ein Drittel der gesamten Wohnbevölkerung in den jeweiligen Städten; die Reichweiten in jungen und jüngeren Zielgruppen (14 bis 29 bzw. 14 bis 49 Jahren) liegen mit 45 bzw. 36 Prozent zum Teil deutlich darüber. Pro Woche erzielt ein auf den Screens ausgestrahlter Spot im Durchschnitt 5,7 Millionen Kontakte.

Zu den stationären digitalen Medien gehört auch der so genannte AdWalk in Flughäfen und Bahnhöfen, dessen Standorte derzeit massiv ausgebaut werden. Ein AdWalk besteht aus 5 hochformatigen digitalen Bildschirmen, die an häufig genutzten Laufstrecken in einer Reihe hintereinander angeordnet sind und die Passanten mit ihren Inhalten begleiten. Sie lassen sich einzeln, aber auch synchron oder koordiniert mit Werbung bespielen, um Raumeffekte zu erzielen.